Außenansicht_Lessing-Gymnasium Döbeln

05.09.2018 - Zu Gast in Sachsens erster Smart School – Kultusminister Piwarz besucht Lessing-Gymnasium Döbeln

05.09.2018 - Zu Gast in Sachsens erster Smart School – Kultusminister Piwarz besucht Lessing-Gymnasium Döbeln

Während smarte Schulen noch der Einzelfall sind, gehört das Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium im sächsischen Döbeln zu den bundesweiten Vorreitern in Sachen digitale Bildung. Am Freitag besuchte Kultusminister Christian Piwarz die erste Smart School in Sachsen. Gemeinsam mit dem Lessing-Gymnasium und dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus hatte Bitkom zur Veranstaltung „Bildung im digitalen Zeitalter – Perspektiven für Schulen in Sachsen" geladen, um mit mehr als 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Bildungsinstitutionen über digitale Bildung zu diskutieren.


Was macht das Lessing-Gymnasium zur Smart School?
Das Lessing-Gymnasium in Döbeln wurde 2018 als erste und bislang einzige Schule in Sachsen als Smart School ausgezeichnet. Die Schule mit 150-jähriger Tradition zeigt, wie digitale Bildung in Schule und Unterricht gelingen kann. Gemeinsam arbeiten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern an der Strategie „Digitale Revolution in unseren Klassenräumen“, um das Digitalisierungskonzept stetig weiterzuentwickeln. Unterstützt wird das Lessing Gymnasium von der Stadt Döbeln, die seit 2010 massiv in die digitale Ausstattung investiert hat. In 28 Klassenräumen hängen Smart Boards, zudem verfügt die Schule über 150 Computer und 42 Tablets für die Schülerinnen und Schüler.


Schulleiter Michael Höhme: Digitale Schule ist ein Großprojekt
In seiner Begrüßungsrede betonte der Sächsische Kultusminister Christian Piwarz, dass sich Schulen für die Digitalisierung öffnen müssen und die Politik diesen Prozess stärker als bisher unterstützen muss. Im Gespräch mit dem Bitkom-Landessprecher für Sachsen Dirk Röhrborn erläuterte Schulleiter Michael Höhme, die Herausforderungen auf dem Weg zur Smart School: „Die digitale Schule ist ein Großprojekt, dafür brauchen wir mehr personelle Ressourcen. Mit einer Abfindungsstunde für die IT-Wartung wird die digitale Revolution an Deutschlands Schulen nicht gelingen.“ Im anschließenden EdTech-Pitch stellten Startups aus dem Bildungsbereich ihre Ideen und Lösungen für das Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter vor. Später hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, im Rahmen von Workshops und interaktiven Stationen digitale Bildung zu erleben. Auf dem abschließenden Podium diskutierten die Landtagsabgeordneten Sabine Friedel (SPD) und Steve Johannes Ittershagen (CDU), Referent im sächsischen Kultusministerium Martin Arndt, Bitkom-Landessprecher Dirk Röhrborn und der Schweizer Professor Werner Hartmann darüber, wie Sachsens Schulen schnellstmöglich den Sprung ins digitale Zeitalter schaffen können.


Wettbewerb Smart School – Bewerbung ab Oktober möglich

Um digitale Bildung an Schulen bundesweit zu fördern, hat Bitkom den Wettbewerb Smart School gestartet. Bereits 21 Schulen bundesweit wurden als Vorreiter der digitalen Bildung ausgezeichnet und sind Teil des Netzwerks Smart School. Im Oktober 2018 startet die Bewerbungsphase für den Wettbewerb Smart School 2019.
 

 Natalie Barkei

Bitkom e.V.